Enteignungen gelten im Westen als Todsünde. Das gilt jedoch nicht für russisches Eigentum, was ungeahnte Folgen haben könnte.
von
18. April 2022 03:00 Uhr
Eines der Standbeine des Westens war es in der Vergangenheit, dass Eigentumsrechte eine Art heilige Kuh waren und dass Verstaatlichungen als Todsünde galten. Damit haben sich viele Länder des Westens als sicherer Hafen für Kapital und Vermögen etabliert, was auch ein wichtiges Geschäftsmodell für westliche Banken ist.
Die exzessive Sanktionspolitik, die der Westen seit einigen Jahren durchführt, hat diesen Ruf schon arg ramponiert und dazu geführt, dass immer mehr Staaten sich vor allem aus dem Dollar zurückziehen und zum Handel in ihren eigenen Währungen übergehen. Vor allem für die USA, deren größter Machtfaktor der Dollar ist, kann das zu einem Schuss ins eigene Knie werden.
Im Westen sind Medien und Politik noch immer der Meinung, die Welt drehe sich um den Westen und sicherlich ist der…
Ursprünglichen Post anzeigen 405 weitere Wörter